Overbeck-Museum erhält Museumsgütesiegel

Nun ist es amtlich: Das Overbeck-Museum ist, im doppelten Wortsinn, ausgezeichnet. Als drittes Museum in Bremen – nach dem Gerhard Marcks Haus und dem Focke-Museum – erhält es das Museumsgütesiegel, das jährlich vom Museumsverbund Niedersachsen und Bremen (MVNB) zusammen mit dem Land Niedersachsen und der Niedersächsischen Sparkassenstiftung verliehen wird.

Bei der feierlichen Übergabe der Auszeichnung durch den niedersächsischen Minister für Wissenschaft und Kultur Björn Thümler und den Stiftungsdirektor der Niedersächsischen Sparkassenstiftung Dr. Johannes Janssen am 6. Februar in Hannover wurde unter anderem die „sehr engagierte Leitung und vorbildliche Teamleistung“ des Overbeck-Museums hervorgehoben, außerdem die Professionalität, die beachtlichen Besucherzahlen und das vielfältige Vermittlungsangebot. „Wir haben allen Grund, stolz zu sein auf die hervorragende Arbeit, die in diesem Haus geleistet wird“, betont Museumsleiterin Dr. Katja Pourshirazi mit Blick auf ihr engagiertes Team. Mit dem Gütesiegel wird nun von Fachleuten offiziell bestätigt, dass das Overbeck-Museum nicht nur internationale Museumsstandards einhält, sondern auch erfolgreich daran arbeitet, sich beständig weiterzuentwickeln. „Eine solche Anerkennung ist beileibe keine Selbstverständlichkeit – nicht jedes Museum, das sich bewirbt, erhält das Gütesiegel am Ende auch“, erklärt Pourshirazi.

Um das Gütesiegel zu erhalten, hatte sich die Institution freiwillig einer intensiven Evaluation unterzogen. Alle Arbeitsbereiche kamen auf den Prüfstand: nicht nur die Ausstellungsarbeit, sondern auch Forschung und Museumspädagogik, die angemessene Lagerung der Kunstwerke, der Stand der Digitalisierung, Pressearbeit und Marketing, Finanzen und Verwaltung, Barrierefreiheit und Besucherservice. Zwei Jahre lang hat sich das Team um Museumsleiterin Pourshirazi intensiv vorbereitet, hat die eigene Arbeit geprüft, dokumentiert und, wo nötig, optimiert. „Wir haben einen 80seitigen Fragebogen ausgefüllt, um uns die Abläufe in allen Details bewusst zu machen und zu erkennen, wo Verbesserungen möglich oder sogar nötig sind“, berichtet Pourshirazi. Fachliche Beratung und zahlreiche Weiterbildungen unterstützten den Prozess. Am Ende lag es in den Händen des Museumsteams, die neu gewonnenen Erkenntnisse auch in die Praxis umzusetzen. „Das war sehr viel Arbeit“, bestätigt die Museumsleiterin, „aber das Overbeck-Museum hat dadurch einen großen Sprung nach vorn gemacht. Die Bremerinnen und Bremer können stolz sein auf so ein ‚ausgezeichnetes‘ Museum.“

Bei der Eröffnung der Ausstellung „Fritz Overbeck – Die Radierungen“ am kommenden Sonntag, 10. Februar um 11.30 Uhr wird der Erhalt des Museumsgütesiegels offiziell gefeiert. Die Bremer Kulturstaatsrätin Carmen Emigholz und der Vegesacker Ortsamtsleiter Heiko Dornstedt werden aus diesem Anlass als Laudatoren sprechen.