Das Neue Jahr startet am Stadttheater «Klassisch unklassisch»

4. Sinfoniekonzert

«Klassisch unklassisch» – so lautet das Motto des 4. Sinfoniekonzertes des Philharmonischen Orchesters Bremerhaven. Haydn, Mozart, Beethoven klingen mit, ohne das ein Werk von ihnen zu hören wäre.

Aufgrund der Erkrankung des 1. Kapellmeisters Ektoras Tartanis wird GMD Marc Niemann das 4. Sinfoniekonzert kurzfristig übernehmen.

 

Programm:

Sergej Prokofjews Symphonie Nr. 1 D-Dur op. 25, von ihm selbst mit dem Titel Symphonie classique versehen, lässt kaum etwas von den politischen Umwälzungen zur Zeit ihrer Entstehung in den Jahren 1916 und 1917 erahnen. «Wenn Haydn noch lebte, dachte ich, würde er seine Art zu schreiben beibehalten und dabei einiges vom Neuen übernehmen….» (S. Prokofjew).

Sechs Jahre brauchte Felix Mendelssohn Bartholdy bis er sein Violinkonzert e-Moll op. 64 vollendet hatte. Es sollte sein wirkungsvollstes Solokonzert werden. Mit einigen Neuerungen in der formalen Anlage und der Behandlung des Soloinstrumentes wurde dieser Publikumsliebling sehr bald ein romantischer Klassiker.

Als «eine Symphonie classique mit Widerhaken» wird Dimitri Schostakowitschs Symphonie Nr. 9 Es-Dur op. 70 im Vorwort einer Partiturausgabe von 1988 bezeichnet. 1945, nach dem Sieg im Großen Vaterländischen Krieg, erwarteten die sowjetischen Machthaber, allen voran Stalin, ein Werk, das alles bisher Dagewesene in den Schatten stellen sollte – ein Chor, dessen Worte Ruhm und Tapferkeit von Volk und Partei preisen sollten, durfte auch nicht fehlen. Dieser Erwartungshaltung hat sich Schostakowitsch komplett entzogen und lieferte als Sinfonie eine kurze grotesk-ironische Reverenz an musikalische Traditionen. Den Sturm der ideologischen Entrüstung nahm er in Kauf, denn, wie er in seinen Erinnerungen selbst sagte, «konnte er keine Apotheose auf Stalin schreiben, konnte es einfach nicht» und prophezeite auch «die Musiker werden sie mit Vergnügen spielen, aber die Kritiker werden sie vernichten.»

 

Aus der Kooperation mit dem Internationalen Joseph Joachim Violinwettbewerb Hannover 2018 wurde es dem Stadttheater Bremerhaven möglich, den Preisträger Leonard Fu als Solisten für den Solopart von Mendelssohns Violinkonzert zu gewinnen.

 

Leonard Fu

Der in Kiel geborene Leonard Fu begann bereits mit sieben Jahren ein Frühstudium an der Musikhochschule in Hannover. 2009 wechselte er zu Tanja Becker-Bender an die Hamburger Musikhochschule. Schon 2014 stand er bei einem wichtigen Wettbewerb im Finale, aus dem er als Gewinner hervorging: beim TONALi Grand Prix 2014 in Hamburg. Mittlerweile studiert Leonard Fu am New England Conservatory Boston.

Fu trat bereits auf der ganzen Welt auf, u.a. in Europa, Russland, China und den USA auf und spielte in renommierten Sälen wie der Laeiszhalle, der Elbphilharmonie, dem Mariinsky Theater sowie in der Jordan Hall.

 

Kostprobe

Außerdem wird es am 12. Januar um 10:00 Uhr wieder eine Kostprobe für das Sinfoniekonzert geben, in der Interessenten bei freiem Eintritt einen Einblick in die Probenarbeit des Orchesters bekommen können.

 

 

  1. SINFONIEKONZERT «KLASSISCH UNKLASSISCH»

 

Sergej Prokofjew: Symphonie Nr. 1 D-Dur op. 25 Symphonie classique

Felix Mendelssohn Bartholdy: Konzert für Violine und Orchester e-Moll op. 64

Dmitri Schostakowitsch: Symphonie Nr. 9 Es-Dur op. 70

 

Dirigent: Marc Niemann

Violine: Leonard Fu

 

Philharmonisches Orchester Bremerhaven

 

KOSTPROBE: 12.01.2018 um 10:00 Uhr

Termin: 14. Januar 2019 // 20:00 Uhr / Großes Haus

Termin: 15. Januar 2019 // 19:30 Uhr / Großes Haus

Termin: 16. Januar 2019 // 19:30 Uhr / Großes Haus

Termin: 22. Januar 2019 // Stadeum, Stade

 

Karten: 16,00 – 37,00 €