Zugriff nach „Schusswaffengebrauch“

Polizei Oldenburg übt Bedrohungslage

Rund 60 Beamtinnen und Beamte der Polizeiinspektion Oldenburg-Stadt/Ammerland waren am Mittwochnachmittag bei einer Großübung im Oldenburger Stadtteil Ohmstede sowie im Dienstgebäude am Friedhofsweg beteiligt. Bei der Übung ging es um eine suizidgefährdete Frau, die aus einem Krankenhaus entwichen ist. Diese Zielperson wurde von einer Schauspielerin dargestellt. In der Übungsannahme besorgte sich die Frau mehrere Schusswaffen und verschanzte sich in einer Oldenburger Wohnung, in der sich ihre Tochter und ihr Ex-Mann aufhielten. Die eingesetzten Kräfte hatten unter anderem den Auftrag, Spezialkräfte zu alarmieren, den Tatort weiträumig abzusperren und einen so genannten Notzugriff vorzubereiten. Nachdem aus der betroffenen Wohnung – hierfür diente das Gebäude der Polizeistation Ohmstede am Rigaer Weg als Kulisse – schließlich Schüsse zu hören waren, erfolgte der Zugriff. Die Frau konnte „überwältigt“ werden. Der Ex-Mann der Frau, ebenfalls ein Polizeibeamter mit schauspielerischem Talent, war in der Szenerie zuvor durch einen Schuss aus der Waffe der Frau verletzt worden. Hinzugerufene Rettungsdienste sowie eine Notärztin hatten nicht viel zu tun, da es sich bei der Wunde im Oberarm des Mannes lediglich um eine Attrappe mit Kunstblut handelte.

Die Übungsleitung und die eingesetzten Schiedsrichter äußerten sich nach Abschluss der Übung sehr zufrieden. Der geplante Ablauf der gesamten Übungsveranstaltung sei eingehalten worden. In den kommenden Tagen sind Besprechungen zur detaillierten Nachbereitung der Übung geplant.

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