„Zahn der Gezeiten“

Finissage zur Sonderausstellung „Zahn der Gezeiten“

mit Filmaufnahmen von gestern und heute Filmisches,
Dokumentarisches und Historisches zum Walfängerschiff RAU IX und die Herausforderungen beim Erhalt von Kulturgut zeigt die Ausstellungsfinissage am 16. Dezember 2018 ab 11 Uhr.

 

Die Finissage der Sonderausstellung „Zahn der Gezeiten“ widmet sich mit dem Museumsschiff RAU IX einem historischen Walfänger von 1939 sowie weiteren Museumsexponaten rund um das Thema Walfang. Mittlerweile liegt die RAU IX seit bereits 50 Jahren im Museumshafen und kann auf eine wechselvolle Geschichte zurückblicken. Die Vorführung von historischem Filmmaterial aus den1930er Jahren zum deutschen Walfang in der Arktis gewährt dazu exemplarisch einen spannenden Einblick. In der anschließenden Diskussion sprechen Niels Hollmeier und Jens Ruppenthal vom DSM mit Daniel Tilgner vom Landesfilmarchiv Bremen über die wachsenden Herausforderung beim Erhalt von filmischem Kulturgut: angefangen beim beständigen Wechsel der Formate und Abspielgeräte über die Hürden der Aufbewahrung oder Überspielung bis hin zu den kritischen Stimmen zur digitalen Archivierungspraxis.
Das Wissenschaftlerteam des DSM gibt zudem einen ersten Abriss überkommende Ausstellungen und Veranstaltungsprojekte im Jahr 2019. Zum Abschluss können Interessierte ein letztes Mal durch die Ausstellung gehen und den 2018 gedrehten Dokumentarfilm der Leibniz-Gesellschaft über das traditionsreiche Museumsschiff sehen. Rückblick auf das Kulturerbejahr 2018 Das Deutsche Schifffahrtsmuseum (DSM) stellt begleitend zum Kulturerbejahr 2018 handverlesene Exponate und die dazugehörende wissenschaftliche Arbeit zu ihrem Erhalt in das Zentrum der Sonderausstellung „Der Zahn der Gezeiten–Maritime Schätze unter der Lupe“. Authentische Einblicke hinter die Kulissen des Museumsbetriebes gewähren Aspekte der Konservierung und Restaurierung–wichtige wissenschaftliche Arbeiten, die meist im Verborgenen stattfinden. Das DSM als Leibniz-Forschungsmuseum mit maritimem Schwerpunkt machte damit gemeinsam mit allen acht Leibniz-
Forschungsmuseen das Europäische Kulturerbejahr 2018 sichtbar, wie es die „Museumsschätze“ kontinuierlich erforscht, erhält und pflegt. Der „Zahn der Gezeiten“ Die Sonderausstellung des DSM zeigt ein breites Spektrum an maritimen Exponaten, an denen sich klar ablesen lässt, wie wichtig Konservierungs- und Restaurierungsarbeiten für den Erhalt sind. Die Ausstellung befragt die Exponate aus unterschiedlichen Perspektiven: aus Sicht von Historiker*innen, von Präparator*innen, von Restaurator*innen sowie von Materialwissenschaftler*innen. Verraten Beschädigungen oder Veränderungen am Objekt selber etwas über seine Herkunft, seinen Gebrauch oder seine Aufbewahrung? Warum ist es so bedeutsam, dass genau dieses Objekt für nachfolgende Generationen erhalten bleibt? In drei Schritten wird in der Ausstellung die Geschichte, der Zustand sowie die zukünftige Verwendung des Exponats im zukünftigen DSM ab 2020 erläutert. In Zusammenarbeit mit den anderen sieben Forschungsmuseen entstand zudem eine gemeinsame Leibniz-Filmreihe über die unterschiedlichen Leibniz-Forschungsmuseen und deren Exponate, die im DSM gezeigt wird. Und auch Mitmachen ist ausdrücklich erwünscht: zum Beispiel bei einem Spiel zu Konservierungsarbeiten, bei dem sich die Besucher*innen an einem Multi-Touch-Tisch selbst als Konservator*in und Restaurator*in versuchen und Kulturgüter vor dem Verfall bewahren können. Aufgrund der laufenden Museumssanierung ist der Eintritt ins Museum frei – nach dem Motto „Zahlt soviel Ihr wollt“. Das gilt auch für die Kogge-Halle und den Museumshafen.
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