„Auf schwarzen und weißen Tasten“ 2019

„Auf schwarzen und weißen Tasten“ 2019
Drei Klavierabende im Sendesaal Bremen mit Schaghajegh Nosrati,
Antonio Pompa-Baldi und Kotaro Fukuma

 

Auch im Januar 2019 präsentieren Bremen Zwei und der Sendesaal Bremen wieder die erfolgreiche Reihe „Auf schwarzen und weißen Tasten“. Schon seit 1990 gibt es dieses kleine und feine Festival, bei dem viele renommierte Klavierkünstler aus der ganzen Welt auftreten – vom Starpianisten bis zu jungen und vielversprechenden Ausnahmetalenten. Diesmal präsentiert sich die Konzertreihe gewohnt hochkarätig und sehr international besetzt.

Den Auftakt macht am Samstag, dem 12. Januar 2019, der in Cleveland lebende Italiener Antonio Pompa-Baldi. Der 1974 in Foggia geborene Künstler gehört zu den international erfolgreichsten Musikern seines Heimatlandes und gewann zahlreiche Klavierwettbewerbe in aller Welt. Seitdem Pompa-Baldi 2001 Preisträger beim bedeutenden Van Cliburn-Wettbewerb in Texas wurde, spielt er international in den großen Konzerthallen und bei den wichtigen Klavierfestivals. Im Jahr 2017 gab Antonio Pompa-Baldi auch sein Debüt beim Festival „Raritäten der Klaviermusik“ in Husum und wurde dort vom fachkundigen Publikum als pianistische Sensation gefeiert. Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ schrieb nach dem zweiten Auftritt des Künstlers beim Husumer Festival 2018: „Wer Pompa-Baldi noch nicht gehört hat, aber das Klavier liebt, sollte es tun“. Das Repertoire des Italieners ist weit gespannt und reicht von Hummel über Grieg bis hin zu zeitgenössischen Werken. Bisher hat der Künstler mehr als 20 CDs aufgenommen, die sein breites musikalisches Spektrum eindrucksvoll abbilden.

Das zweite Konzert am Mittwoch, dem 16. Januar 2019, spielt die 1989 in Bochum geborene Schaghajegh Nosrati. Sie ist eine äußerst vielseitige Musikerin, spielt als eine von wenigen Interpretinnen weltweit die Werke des französischen Klavier-Exzentrikers Charles-Valentin Alkan und hat darüber hinaus einen herausragenden Ruf als Bach-Interpretin. Nosrati gewann 2014 den internationalen Bach-Wettbewerb in Leipzig und wird seitdem intensiv von Sir András Schiff gefördert, der seine junge Kollegin auch zu vielen gemeinsamen Konzerten eingeladen hat. 2015 erschien Nosratis hochgelobte Debüt-CD, auf der sie Bachs äußerst komplexe „Kunst der Fuge“ spielt. Danach nahm die Pianistin zusammen mit dem Deutschen Kammerorchester Berlin drei Klavierkonzerte von Johann Sebastian Bach für ihre zweite Studio-CD auf. Der Kritiker des Musikmagazins „Pizzicato“ schrieb über dieses Album: „Für diese Einspielung der drei ersten Klavierkonzerte von Johann Sebastian Bach lasse ich glatt meine über alles verehrten András Schiff- oder Glenn Gould-Scheiben im Regal stehen“. Zum ersten Mal in der Geschichte der Konzertreihe wird es im Klavierabend von Schaghajegh Nosrati auch eine Uraufführung geben. Sie spielt die ihr gewidmeten „Drei Stücke für Klavier“ des 1955 in Düsseldorf geborenen Komponisten Thomas Blomenkamp.

 

Das Finale des kleinen Festivals bestreitet am Samstag, dem 19. Januar 2019, der 1982 in Tokio geborene Kotaro Fukuma. Fukuma ist ein Virtuose höchsten Grades, der vom bekannten englischen Kritiker Jeremy Nicholas mit Koryphäen wie Jorge Bolet, Marc-André Hamelin oder Josef Lhévinne verglichen wurde. Nach seinem Studium in Paris und Berlin und dem Gewinn bedeutender Wettbewerbe ist Kotaro Fukuma als Konzertpianist weltweit unterwegs. Gut ein Dutzend CDs mit Klaviermusik von Mozart bis Debussy und Albéniz hat der Japaner bisher aufgenommen. Kotaro Fukuma bewegt sich als „composer-pianist“ in der Tradition der großen Virtuosen des goldenen Klavierzeitalters und spielt in seinen Konzerten immer wieder auch eigene Arrangements. Den krönenden Abschluss des Festivals wird Fukumas eigene und höchst spektakuläre Bearbeitung von Friedrich Smetanas berühmter „Moldau“ bilden. In der britischen Zeitung „The Independent“ hieß es über den Pianisten: „Fukuma elektrisierte sein Publikum wie es Liszt und Paganini zu ihrer Zeit getan haben müssen“.

„Auf schwarzen und weißen Tasten“

Seit ihren Anfängen im Jahr 1990 steht die Veranstaltungsreihe für Klavierabende auf höchstem Niveau. Spannende Künstler, originelle Programme abseits vom Mainstream und die einmalige Akkustik im Bremer Sendesaal sorgen für musikalische Erlebnisse der besonderen Art. Die Reihe besteht aus drei Konzerten und findet jeweils am Anfang eines Jahres statt. Die Klavierabende werden in der Sendung „Klassikwelt in concert“ auf Bremen Zwei zeitversetzt ausgestrahlt.

Bremen Zwei: UKW Bremen 88,3 und Bremerhaven 95,4 MHz,
Via Satellit, im Kabel, als Podcast und
Live-Stream auf www.radiobremen.de/bremenzwei
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