Pro und Contra künstlicher Weihnachtsbaum

Zur Stimmung in der Weihnachtszeit gehören duftende Plätzchen, leuchtende Kerzen sowie bunte Lichterketten. Standesgemäß braucht man natürlich einen Weihnachtsbaum. Wenn er die Hoffnung symbolisiert auf neues Leben, soll er die dunkle Jahreszeit erhellen, mit Kerzen geschmückt. Früher zog man aus in den Wald, um einen passenden Baum zu schlagen, heute findet man auf dem Markt ein großes Angebot an künstlichen Modellen.

Winterliche Stimmung bringen in die eigenen Wände von künstlichem Schnee bedeckte, weiße Weihnachtsbäume. Besonders sind schneiende Weihnachtsbäume mit einem Motor, so dass kleine Styroporkugeln vom Baum herunterrieseln wie Schneeflocken. Einer weißen Weihnacht steht nichts mehr im Wege.

Ist Beleuchtung integriert, spart man Lichterketten oder Kerzen. Aktuell sind es energiesparende LEDs. Filigraner leuchten nur noch Christbäume in Fiberoptik. Mit bereits dekorierten Weihnachtsbäumen kann man sich das Schmücken sparen. Wer gerne schmückt, kauft einen Weihnachtsbaum mit passender Dekoration im Lieferumfang.

 

Was fehlt beim künstlichen Baum?

Manchem ist der künstliche Weihnachtsbaum zu unecht. Er mag lieber den natürlichen Baum haben, der seine Nadeln nach einigen Wochen verliert, dafür echten Tannenduft verströmt im Haus. Der Kauf selbst ist für viele eine Tradition, die einfach zu Weihnachten dazugehört. Manche künstliche Weihnachtsbäume sind nicht wetterfest, also nur für Innen geeignet. Neben den Kunststoffen Polyvinylchlorid (PVC) und Polyethylen (PE) werden auch Textilien oder Holz für die Herstellung künstlicher Weihnachtsbäume verwendet.

 

Die Vorteile

Kosten: Der künstliche Baum kann wiederverwendet werden, kostet nur einmalig Geld.

Zeit: Mit der unechten Tanne sparen sich Käufer zeitaufwändiges Einkaufen Das mühsame Ausrichten des Baums und das Bewässern entfallen.

Individualität: Derzeit werden Plastiktannen angeboten mit Ästen, die sich individuell anpassen lassen. Fertig geschmückte Bäume sind erhältlich.

Sicherheit: Künstliche Modelle sind schwer entflammbar.

Pflege: Ohne fallende Nadeln bleibt es sauber.

Optik: Bäume im Spritzguss-Verfahren sind optisch kaum von echten zu unterscheiden.

 

Die Nachteile

Charme: Wenn der typische Tannenduft fehlt, fehlt auch der Charme beim künstlichen Baum. Ist dann auch noch die Optik des Plastik-Christbaumes minderwertig, macht das gar keinen klassischen Charme mehr.

Schadstoffe: In einigen Kunststoffen können Schadstoffe enthalten sein. Deshalb sollten nur Modelle mit TÜV Siegel gekauft werden.

Platzanspruch: Nach dem Fest wird der künstliche Weihnachtsbaum elf Monate aufbewahrt. Er nimmt je nach Größe und Aufbau einiges an Platz weg.

Aufbau: Der künstliche Baum müssen jedes Jahr aufgebaut werden.

 

Ist ein künstlicher Weihnachtsbaum ökologischer?

Aus ökologischer Sicht macht es durchaus Sinn, die Entscheidung für einen künstlichen Baum zu treffen. Das mag verwundern, werden die Bäume aus Kunststoff gefertigt sowie meist aus Fernost importiert. Was viele nicht wissen: Auch in das waldreiche Deutschland werden ein Drittel Weihnachtsbäume auch aus Dänemark importiert. Viele Bäume waren in Monokulturen angebaut und der Boden durch Insektiziden sowie Pestiziden belastet. Für die gewünschte Größe von rund zwei Metern, wächst ein Nadelbaum zwischen acht und zwölf Jahre lang. Es ist einfach auszurechnen, welche riesigen Flächen gebraucht werden, um allein in Deutschland den Bedarf von Millionen Nadelbäumen zu stillen.

Dabei muss der Transportweg einkalkuliert werden und die Öko-Bilanz gerät ins Wanken. Der künstliche Weihnachtsbaum kann bei guter Pflege viele Jahre lang halten, der echte Baum landet nach Weihnachten oft im Müll.

Die natürlichen Bäume scheiden Terpene aus. Das ist ein ätherisches Öl, durch das Nadelbäume erst so charakteristisch duften. Manche Menschen sind auf Terpene allergisch. So wird für Allergiker ein künstlicher Weihnachtsbaum die dankbare Alternative zum echten.

 

 

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