87:79! Starkes letztes Viertel sichert Arbeitssieg

Die EWE Baskets Oldenburg bleiben weiterhin im Spitzenfeld der easyCredit BBL. Mit einem starken letzten Viertel verdienten die Oldenburger sich vor 5.338 Zuschauern in der Großen EWE ARENA den 87:79-Erfolg über die HAKRO Merlins Crailsheim. Will Cummings wurde mit 26 Punkten zum Topscorer.

Mit zwei Zählern Rückstand waren die Oldenburger ins letzte Viertel gegangen, hatten dann aber noch rechtzeitig einen Gang höher schalten können. In den letzten zehn Minuten erlaubten die EWE Baskets ihren Gästen nur noch eine Wurfquote von 33 Prozent, entschieden das Reboundduell mit 12:4 für sich und gewannen den letzten Abschnitt mit 25:15.

Zuvor hatten die Oldenburger allerdings Probleme gezeigt, zur Energie und Konzentration der Vorwoche zu finden, konnten die Gäste nicht abschütteln, weil ungenaue Pässe und leicht abgegebene zweite Chancen Crailsheim im Spiel hielten. Zufrieden wird Head Coach Mladen Drijencic allerdings mit der Transition Defense sein. Wie Vechta vor Wochenfrist konnten auch die Merlins keinen Zähler aus dem Fastbreak erzielen.

Überragender Offensivspieler der Gastgeber wurde Will Cummings, der immer wieder zum Korb kam und insgesamt 26 Punkte erzielte, dazu fünf Rebounds und drei Assists sammelte. Dazu begeisterte auch Rasid Mahalbasic, der mit 18 Punkten, 10 Assists und acht Rebounds am Triple-Double schnupperte. Nathan Boothe (19 Punkte, 5 Rebounds) punktete ebenfalls zweistellig.

Die Oldenburger begannen mit der üblichen Starting Five, aber nicht mit der gleichen Energie, wie noch in der Vorwoche. Einige Konzentrationsfehler in der Offensive und Defensive sorgten dafür, dass sich ein ausgeglichenes Spiel entwickelte. Zunächst stellte sich der Erfolg besonders dann ein, wenn Rasid Mahalbasic im Post gesucht wurde oder Will Cummings, der im ersten Viertel 12 Punkte erzielte, den Weg zum Korb fand. Die Gäste reboundeten gut und konterten kleine Läufe der Oldenburger aus der Distanz durch Konrad Wysocki (16:16) oder durch Lawson, der per Dunk traf. Nach zehn Minuten führte Crailsheim überraschend mit 25:23.

Erst jetzt fanden die EWE Baskets langsam in die Partie, Mahalbasic dominierte weiter im Post, traf per Dunking und fand im Anschluss Boothe und Stojanovski für den Dreier (31:27). Immer, wenn die EWE Baskets Tempo in die Begegnung brachten oder Mahalbasic im Post gefunden wurde, geriet Crailsheim in Probleme. Cummings sorgte kurz vor der Halbzeit für das 45:36.

Das dritte Viertel eröffnete Kapitän Rickey Paulding per Dunking, erneut wurden die Gastgeber allerdings nachlässig und per 0:7-Lauf, den Konrad Wysocki aus der Distanz vollendete bestraft (47:47).  Trotz einer schnellen Auszeit gewannen die EWE Baskets die Spielkontrolle zunächst nicht zurück, vielmehr war es nun die Merlins, die ihren Topscorer Ben Madgen besser in die Partie brachten, der aus der Distanz gar zur Führung verwandelte. Oldenburg schloss nun immer wieder trotz eines Fouls erfolgreich ab und setzte sich wieder etwas ab. Crailsheim hatte aber von der Dreierlinie immer wieder die Antwort und durfte nach 30 Minuten mit einer knappen Führung an die Überraschung glauben.

 

Im richtigen Moment fanden die EWE Baskets allerdings den nötigen Fokus, um die die Begegnung für sich zu entscheiden, sorgten für Ballgewinne und fanden die Überlegenheit im Reboundduell. Zum entscheidenden Mann in der Offensive wurde Will Cummings, der in gut drei Minuten neun Punkte erzielte. Per Distanzwurf krönte der Oldenburger Spielmacher einen 18:3-Lauf. Beim Spielstand von 83:69 war die Begegnung entschieden, den Gästen gelang noch Ergebniskosmetik.

Stimmen zum Spiel:

 Mladen Drijencic (Head Coach EWE Baskets Oldenburg): „Ich bin natürlich zufrieden, dass wir gewonnen haben. Diese Liga wird tatsächlich immer stärker und die Idee, dass die BBL mal stärkste Liga Europas sein könnte, scheint nicht mehr in allzu großer Ferne zu liegen. In jedes Spiel muss man voller Konzentration reingehen. Ich habe bei der individuellen Performance dieses hohe Level vermisst. Oftmals haben wir nach einer guten Verteidigungsaktion leichte Punkte nicht gemacht. Die Liga entwickelt sich, die Teams entwickeln sich. Ich muss heute leider auch sagen, dass die Schiedsrichter nicht auf diesem Level waren. Die Liga muss etwas dafür tun, dass die Schiedsrichter sich weiterentwickeln können. Dennoch: Wir müssen in unserer Arena dominanter auftreten und nicht zulassen, dass unser Sieg von einem schlechten Call der Schiedsrichter abhängen könnte.“

 

Tuomas Ilsalo (Head Coach HAKRO Merlins Crailsheim): „Am Ende hat Oldenburg die Sache im 4. Viertel mit Routine und Klasse gemanagt. Wir haben den Fokus im wichtigen Moment verloren, so dass wir das Spiel nicht mehr umdrehen konnten. Daran müssen wir arbeiten, denn es gibt in dieser Liga einige gute Teams, Oldenburg ist eines von ihnen. In den ersten drei Vierteln haben wir vieles richtig gemacht. Ich bin vor allem mit unserer Rebound-Mentalität zufrieden. Im Prinzip sind wir auf dem richtigen Weg, es fehlt uns nur noch wenig. Mit Arbeit und auch ein wenig mehr Glück werden wir das aber hinbekommen.“

 

 

 

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