81:62! EWE Baskets dominieren im Derby

Die EWE Baskets Oldenburg haben sich mit einer starken Vorstellung vor 6.000 Zuschauern in der Großen EWE ARENA den deutlichen Sieg im Derby gesichert. Dank einer überragenden ersten Halbzeit und einer überzeugenden Verteidigungsleistung besiegten die Oldenburger RASTA Vechta mit 81:62.

Von Beginn an hatten die Gastgeber gezeigt, dass der Erfolg an diesem Abend in Oldenburg bleiben würde, rissen die Fans mit viel Energie und Einsatz mit und führten nach einem basketballerischen Feuerwerk mit 53:30 zur Halbzeit. Die Mannschaft von Head Coach Mladen Drijencic verteidigte über 40 Minuten stark, während der offensive Spielfluss in der zweiten Halbzeit etwas verloren ging. Der Sieg allerdings geriet zu keiner Zeit in Gefahr und war auch in der Höhe verdient.

Die EWE Baskets hielten Vechta bei 40 Prozent Wurfquote, erzwangen insgesamt 21 Ballverluste der Gäste und gaben in der gesamten Partie keinen Punkt im Fastbreak ab. Besonders das dynamische Scoring-Duo T.J. Bray und Austin Hollins wurden von der Oldenburger Verteidigung durch kluges Switchen und die engagierte Arbeit von Karsten Tadda, Vojdan Stojanovski, Frantz Massenat und Rickey Paulding nahezu völlig aus dem Spiel genommen.

Topscorer der Gastgeber wurde Nathan Boothe, der stark aus der Distanz traf (4/5), 16 Punkte erzielte und sich acht Rebounds griff. Vojdan Stojanosvki erzielte 15 Punkte, wie auch Rasid Mahalbasic, der dazu sechs Rebounds sammelte. Der stark aufspielende Frantz Massenat erreichte 14 Punkte, dazu jeweils drei Assists, Rebounds und Steals.

Die EWE Baskets hatten sich von Beginn an wach und mit höchster Intensität gezeigt und machten deutlich, dass für die mit dem Selbstvertrauen aus vier Siegen in Serie angereisten Gäste ein Erfolg in Oldenburg an diesem Abend nicht zu erringen sein würde. Während die Gastgeber die Schlüsselspieler von RASTA aus dem Spiel nahmen, hielten Rickey Paulding und Rasid Mahalbasic in der Anfangsphase den Ball immer wieder in den Händen. Aus dem Fastbreak traf Paulding zum 12:3, in der Folge dominierte Rasid Mahalbasic im Post und stellte auf 17:8. Bezeichnend für den Oldenburger Einsatzwillen dann zwei Offensivrebounds von Paulding, der Frantz Massenat für den offenen Dreier fand (20:8). Massenat wurde nun zur bestimmenden Figur, traf zunächst zwei weitere Distanzwürfe und stopfte anschließend nach einem Ballgewinn im Fastbreak den Ball über seinen Gegenspieler in den Korb (30:10).  Die deutliche Führung nach zehn Minuten basierte auch auf einem Reboundverhältnis von 14:2.

Wenn die Gäste auch im zweiten Abschnitt besser in die Partie fanden, bestimmten die EWE Baskets weiterhin die Partie. Nathan Boothe traf von der Dreierlinie zum 37:16, das 48:20 von Frantz Massenat bedeutete die höchste Führung der Begegnung. Erst jetzt verloren die Oldenburger den offensiven Rhythmus, führten nach 20 Minuten aber weiter deutlich (53:30).

Der Start in die zweite Halbzeit, ein Ballverlust beim Einwurf, war dann symptomatisch für die Probleme der EWE Baskets in der Offensive im dritten Viertel. Vechta zeigte nun, warum zuletzt ALBA BERLIN nicht gegen RASTA gewinnen konnte, während bei der Mannschaft von Mladen Drijencic jeder Punkt erzwungen werden musste. Bis auf 57:45 verkürzten die Gäste, Kapitän Rickey Paulding aber stellte per krachendem Dunking klar, dass der Sieg nicht in Gefahr geraten würde.

Die deutliche Führung nach 30 Minuten (65:49) bauten die Oldenburger nach einem Dreier von Nathan Boothe schnell auf 76:55 aus, entschieden damit die Partie endgültig und konnten die Spielzeit verteilen.

 

Stimmen zum Spiel:

 Mladen Drijencic (Head Coach EWE Baskets Oldenburg): „Beide Teams haben mit hoher Intensität gespielt. Wir haben ein perfektes erstes Viertel gespielt und alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Ich möchte vor allem unsere Defense loben und hier speziell alle, die die Aufgabe hatten, Bray und Hollins unter Kontrolle zu kriegen. Uns war klar, dass Vechta nach der Halbzeit noch einmal alles versuchen wird. Wir haben kurzzeitig unseren Rhythmus verloren, dadurch kam Vechta zu einem 15:2-Lauf. Ich bin sehr zufrieden damit, dass meine Jungs nach der Auszeit verstanden haben, wie wir spielen müssen und das haben sie dann auch umgesetzt.“

Pedro Calles ( Head Coach RASTA Vechta): „Oldenburg war gut auf dieses Spiel vorbereitet – sowohl offensiv als auch defensiv. Dadurch haben sie uns unserer Stärken beraubt. Nach dem ersten Viertel war die Partie eigentlich entschieden. Ich glaube, dass Oldenburg sich das dann nicht mehr nehmen lassen wollte. Dennoch kann ich sagen, dass meine Spieler nicht aufgegeben und bis zum Ende gefightet haben.“

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