EWE Baskets verlieren intensive Partie im Hexenkessel von Gießen

Die EWE Baskets Oldenburg müssen in ihrem fünften Saisonspiel in der easyCredit BBL bei den starken Giessen 46ers die erste Niederlage hinnehmen. In einem lange Zeit offenen Spiel hatten die Oldenburger leichte Vorteile. Allerdings warfen die Gießener in der Schlussphase alles in die Waagschale und gingen angepeitscht von ihren Fans in der Crunchtime hohes Risiko mit Blick auf die Foul-Belastung.

Head Coach Mladen Drijencic ließ mit Will Cummings, Karsten Tadda, Rickey Paulding, Philipp Schwethelm und Rasid Mahalbasic in der Starting Five beginnen. Bereits die ersten Minuten waren geprägt von extrem hohem Tempo und lieferten einen Vorgeschmack für den weiteren Spielverlauf. Innerhalb weniger Sekunden suchten beide Teams den schnellen Abschluss, sehenswert für die 3.635 Zuschauer in der Sporthalle-Ost. Dabei behielten die EWE Baskets im 1. Viertel leicht die Oberhand, obwohl es mit 21:21 in die erste Pause ging. Gießen fehlte bis dahin bei einigen Würfen die Feinjustierung und die Oldenburger schlossen  im Gegenzug teilweise spektakulär ab. So ließ es Will Cummings nach eigenem Steal mit einem beidhändigen Dunking krachen.

Auch im 2. Viertel blieb die Intensität hoch. Die EWE Baskets versuchten vor allem mit einem sehr agilen Mahalbasic den gegnerischen Star John Bryant unter Druck zu setzen. Mit Erfolg: Ein ums andere Mal ließ der Österreicher seinen Gegenspieler stehen und agierte zudem sehr geschickt im Rebounding gegen den Koloss der Hausherren. Das zeigte Wirkung auf die gesamte Performance. Mitte des zweiten Durchgangs setzen sich die Oldenburger auch dank engagierter Defensivarbeit – fünf Steals bis dahin – mit 39:31 erstmals leicht ab. Allerdings sorgten die EWE Baskets in der Folge mit Unkonzentriertheit dafür, dass Gießen wieder Selbstvertrauen tanken konnte. Gießens Max Landis war zur Halbzeit mit 17 Punkten Topscorer – er kam am Ende auf 32 Zähler – und hielt sein Team auf Tuchfühlung zu den Oldenburgern, die nach 20 Minuten Spielzeit mit 43:42 in Führung lagen.

Im 3. Viertel bot sich ein ähnliches Bild. Oldenburg mit leichten Vorteilen und dem insgesamt besseren Allround-Spiel. Aber leichte Stockfehler machten die Gastgeber wieder stark. Mitte des Viertels betrug der Vorsprung 58:54 für Oldenburg. Gießen holte sich zwei Minuten später sogar bei 61:60 die Führung und baute diese sogar auf 66:60 zwei Minuten vor Ende des dritten Spielabschnitts aus. Auch Bryant fand jetzt  besser in die Partie, im Rebound hatte nun Gießen Vorteile. Mit 69:69 ging es in die letzten zehn Minuten.

Dort setzten die Giessen 46ers zu einem Mini-Lauf an und holten nach drei Minuten sogar eine zweistellige Führung heraus. Gießens Coach Ingo Freyer ging  hohes Risiko, denn er ließ seinen Center John Bryant mit vier Fouls auf dem

Feld und hatte Glück: Bei einem Mahalbasic-Korbleger wurde ein klares Bryant-Foul nicht geahndet. Es wäre das fünfte Foul für Bryant gewesen, Gießen hätte seinen Center bereits zu Beginn der Crunchtime verloren.

„In so einem Hexenkessel wie in Gießen ist es schwer. Ich glaube, wir waren lange Zeit die bessere Mannschaft. Aber Respekt und Glückwunsch an Gießen, die verdient gewonnen haben“, sagte Mahalbasic nach der ersten Saisonniederlage.

 

Das könnte dir auch gefallen