Dokumentation „Bierpioniere“ im SWR mit Filmsequenzen aus dem Deutschen Auswandererhaus

Wenn Bier auswandert – Dokumentation „Bierpioniere“ im SWR mit Filmsequenzen aus dem Deutschen Auswandererhaus

Unter dem Titel „Bierpioniere“ widmet sich das SWR-Fernsehen in einer neuen Dokumentation deutschen Bierbrauern in den USA. Teile der Sendung wurden im Deutschen Auswandererhaus gedreht, geführt wurde auch ein Interview mit Museumsdirektorin Dr. Simone Eick.

Die Geschichte des Bierbrauens in den USA wäre ohne deutsche Einwanderer kaum denkbar. So gilt beispielsweise Budweiser heute als die amerikanische Biermarke schlechthin. Ihre Wurzeln hat sie allerdings in Deutschland: Eberhard Anheuser aus Bad Kreuznach und Adolphus Busch aus dem heutigen Mainz-Kastel brauten in den USA Bier nach der böhmischen Pilsener-Methode. In Anlehnung an deren Ursprungsort Budvar nannten sie es Budweiser. Von St. Louis aus eroberte das Bier Ende des 19. Jahrhunderts die USA.

Der amerikanische Bürgerkrieg, der Goldrausch, die Prohibition – sie alle spielten für die Bierbrauerei in den USA eine maßgebliche Rolle. Nicht zuletzt aber ist die Geschichte des Bierbrauens auch ein Stück deutscher Auswanderungsgeschichte. Über den Aufenthalt der Auswanderer in Bremerhaven und die Bedingungen an Bord der Schiffe im Laufe der Zeit spricht die Direktorin des Deutschen Auswandererhauses, Dr. Simone Eick, in der Dokumentation. Und wer noch mehr über den „Migrationshintergrund“ von Bier erfahren will, kommt im Deutschen Auswandererhaus am 10. November auf seine Kosten – bei einer thematischen Führung zu deutschen Traditionen in Amerika mit anschließender Bierverkostung.

„Die Bier-Pioniere. Vom unaufhaltsamen Siegeszug deutscher Brauereifamilien in den USA“ läuft am Sonntag, 7. Oktober 2018, um 20.15 Uhr im SWR-Fernsehen. Anschließend ist die Dokumentation noch 30 Tage lang in der ARD-Mediathek zu sehen.

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