Große Veränderungen bei den Freiwilligen Feuerwehren in Bremen

Die Freiwilligen Feuerwehren Bremen stellen sich für die Zukunft neu auf: Auf Initiative der freiwilligen Helferinnen und Helfer und unter Beteiligung der Berufswehr, des Landesfeuerwehrverbandes sowie der Innenbehörde ist ein vor sieben Jahren ins Leben gerufenes Konzept weiterentwickelt worden, bei dem unter anderem künftig drei Wehren zu einer neuen „Schwerpunktwehr West“ fusionieren sollen. Statt 19 wird es künftig 17 Freiwillige Wehren (FF) in Bremen geben; dafür erhalten die FF statt drei künftig vier sogenannte Schwerpunktwehren. Diese Wehren müssen personell und organisatorisch so ausgestattet sein, dass sie auch tagsüber innerhalb von 10 Minuten ausrücken können und die Berufswehr bei ihren Einsätzen unterstützen beziehungsweise entlasten können. Zugleich obliegen ihnen im Vergleich zu den anderen Freiwilligen Wehren deutlich mehr Zusatz- und Sonderaufgaben. In dem Konzept ist zudem festgelegt, dass im Durchschnitt pro Jahr grundsätzlich ein Löschfahrzeug sowie ein bis zwei Mannschaftstransportfahrzeuge neu zu beschaffen sind. Alle Gerätehäuser sollen darüber hinaus nach und nach eine EDV-Ausstattung erhalten. Außerdem sind für die kommenden Jahre mehrere Neubauten geplant. So erhält die Freiwillige Feuerwehr Bremen-Farge demnächst ein neues Gerätehaus. An das bestehende Gerätehaus der FF-Bremen-Blockland wird in Zukunft eine Fahrzeughalle angebaut und das Gebäude saniert werden. Die geplante neue Schwerpunktwehr im Bremer Westen wird ein neues Gerätehaus erhalten. Weiterhin sind zwei Neubauten für die Freiwilligen Wehren in Bremen-Osterholz und Bremen-Seehausen geplant. Aktuell existieren in der Stadtgemeinde Bremen 19 Freiwillige Wehren mit rund 630 aktiven Angehörigen in den Einsatzabteilungen. 13 Freiwillige Wehren haben eine Jugendfeuerwehr mit insgesamt rund 280 Mitgliedern im Alter zwischen 10 und 18 Jahren. Die FF in Bremen-Mahndorf unterhält zudem eine Kinderfeuerwehr. Insgesamt fahren die freiwilligen Helferinnen und Helfer pro Jahr rund 560 Einsätze. Die durchschnittliche Ausrückezeit nach Alarmierung betrug im vergangenen Jahr für die erste Staffel 7,9 Minuten.

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